Und wieder ist eine kleine Katzenfamilie bei uns im Katzenhaus angekommen.
Eine halbverwilderte Mutterkatze mit ihren fünf Welpen. Und sie sind leider kein Einzelfall. Fast täglich erreichen uns Nachrichten und Hilferufe wegen unkastrierter Katzen, neuer Würfe, kranker Kitten oder Tiere, die irgendwo auf Höfen, in Scheunen oder Gärten leben. Wir würden gerne überall helfen. Aber wir können es nicht. Unsere Plätze sind begrenzt. Und auch unsere Kräfte.
Denn mit der Aufnahme einer Katzenfamilie ist es nicht getan. Jede einzelne bedeutet viele Stunden Arbeit: Füttern, sauber machen, Vertrauen aufbauen, Tierarztbesuche, Medikamente und intensive Pflege.
Verklebte oder entzündete Augen. Fellprobleme. Durchfall und andere Magen-Darm-Erkrankungen. Parasiten. Unterernährung… Die Liste ist lang.
Was für uns nach „fünf kleinen Kitten“ aussieht, bedeutet oft wochenlange Betreuung. Und für viele dieser Tiere wäre das Leben draußen ein Kampf, den sie möglicherweise nicht überleben würden.
Deshalb haben wir eine große Bitte: Schimpft nicht auf Tierhelfer, wenn sie sagen müssen: „Wir haben keinen Platz mehr.“ Das bedeutet nicht, dass uns das Schicksal der Tiere egal ist. Ganz im Gegenteil. Manchmal bedeutet es einfach, dass die eigenen Grenzen erreicht sind. Aber bitte macht deshalb auch selbst nicht die Augen zu. Werdet aktiv. Meldet Fundstellen und große Katzenpopulationen dem zuständigen Ordnungsamt. Macht immer wieder auf die Situation aufmerksam. Sprecht mit der Stadt oder Gemeinde. Fragt nach, bleibt hartnäckig. Denn das Leid der vielen unkastrierten Katzen in unserer Stadt und in den umliegenden Dörfern ist kein Problem, das ein paar ehrenamtliche Tierhelfer allein lösen können.
Es ist ein Problem, das uns alle angeht.
Helft mit, dass aus einer unkastrierten Katze nicht die nächste Generation entsteht – und wenige Monate später die nächste. Wir können nicht jede Katze aufnehmen. Aber wir alle können dafür sorgen, dass weniger Katzen unsere Hilfe brauchen. Bitte schaut hin. Bitte werdet aktiv.
Und bitte macht niemals die Augen zu.
Ich würde dazu ein starkes, eher ruhiges Foto der Mutter mit den fünf Kleinen nehmen – ohne niedliche Gestaltung oder viele Emojis. Der Beitrag darf ruhig etwas ernster wirken.
Die kleinen müssen noch wachsen - sie stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zur Vermittlung.