Drei kleine Seelen, die eigentlich einen ganz anderen Start ins Leben verdient hätten.
Vor Kurzem konnten wir drei Kitten mit Lebendfallen sichern. Ihre Mutter wird nicht mehr zu ihnen zurückkehren – sie wurde leider überfahren.
Die drei Kleinen sind bereits verwildert. Menschen kennen sie nicht als etwas Vertrautes, sondern eher als Gefahr. Nähe, Berührungen und unsere Stimmen machen ihnen noch Angst. Nun werden sie bei uns versorgt, aufgepäppelt und bekommen vor allem eines: Zeit.
Wie sich die drei entwickeln werden, können wir heute noch nicht sagen. Vielleicht lernen sie, uns Menschen zu vertrauen. Vielleicht werden sie irgendwann Nähe zulassen und feststellen, dass eine Hand nicht immer etwas Bedrohliches sein muss. Aber wir wissen auch: Es wird nicht leicht. Und möglicherweise werden sie immer ein Stück weit wild bleiben.
Trotzdem war es wichtig, sie zu sichern.
Denn draußen hätten ihre Chancen schlecht gestanden. Krankheiten, Parasiten, Hunger, Verkehr und andere Gefahren hätten ihnen vermutlich irgendwann das Leben gekostet. So bekommen sie nun wenigstens die Möglichkeit, gesund aufzuwachsen.
Und genau deshalb möchten wir an dieser Stelle wieder etwas sagen, das wir leider gar nicht oft genug sagen können:
Lasst eure Katzen kastrieren!
Diese drei kleinen Seelen und auch ihre Mutter sind Teil einer Kette, die irgendwann damit begonnen hat, dass Katzen nicht kastriert wurden. Aus Hauskatzen werden Freigänger, aus deren Nachwuchs entstehen weitere Generationen – und irgendwann leben Tiere draußen, die keinen Menschen mehr kennen, sich unkontrolliert vermehren und deren Nachwuchs immer wieder leiden muss.
Hinter jeder unkastrierten Katze können irgendwann viele weitere Katzen stehen. Und hinter jeder Zahl stehen Lebewesen, die Hunger haben, krank werden, überfahren werden oder ihre Jungen unter schwierigsten Bedingungen großziehen müssen.
Kastration ist deshalb nicht einfach nur eine persönliche Entscheidung. Sie ist aktiver Tierschutz.
Für diese drei beginnt jetzt ein neues Kapitel. Noch mit viel Angst und Misstrauen. Aber vielleicht auch mit einer kleinen Chance auf Vertrauen.
Wir werden ihnen die Zeit und die medizinische Versorgung geben, die sie brauchen.